Das war Hessen tanzt 2026
Das 51. „Hessen tanzt“ ist vorbei und es war wieder ein großes Tanzsport-Spektakel, das viele Tänzer aus aller Welt in der Frankfurter Eissporthalle zusammengebracht hat. 2475 Turnierstarts von 1392 Paaren/Solisten aus 30 Nationen (darunter auch weit entferne Länder wie China, Philippinen, Südafrika und die Vereinigten Staaten von Amerika).
Neben 55 offenen Turnieren verschiedener Alters- und Leistungsklassen im Paartanz wurden wieder 15 Weltranglistenturniere ausgetragen, wovon die beiden International Open Turniere der Hauptgruppe zwei der größten Highlights waren. Beide wurden von den jeweils amtierenden deutschen Meistern klar gewonnen. In der Standardsektion begeisterten Yahor Boldysh und Irina Averina aus Dresden durch hohe Dynamik gepaart mit ausgeprägter Eleganz. In den lateinamerikanischen Tänzen überzeugten Artur Balandin und Anna Salita aus Bochum mit einer Kombination aus starker Ausdruckskraft mit hoher technischer Präzision.
Neu dazu kamen in diesem Jahr zwei Soloturniere der Jugend B-Klasse, die mit sechs Startern in der Standardsektion zwar noch nicht so stark vertreten waren, aber da muss sich die Dispziplin noch etablieren. In der Lateinsektion sah es mit 25 Startern schon deutlich besser aus.
Zwischendrin wurde gab es auch einige gut ausgesuchte Showblöcke zu sehen. HTV-Landestrainer Omar Qiami zeigte zusammen mit drei weiteren B-Boys eine mitreissende Breaking-Show. Der Deutsche Turner-Bund entsandte die Showgruppe „Funtastix“ vom „SV Concordia Welkers“, die eine kreative Choreographie aus dem Bereich Showakrobatik mit aufwendigen Hebungen und hohen Würfen präsentierte.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es aber noch ein weiteres Highlight. Zum ersten Mal in der langen Geschichte von „Hessen tanzt“ wurde eine internationale Meisterschaft in die Veranstaltung integriert.
74 Paare aus ganz Europa waren dazu nach Frankfurt gekommen, um sich auf der großen Fläche (alle anderen Flächen pausierten während der EM, so dass dieser die voller Aufmerksamkeit aller Zuschauer galt) zu präsentieren. Der Europameistertitel ging an Frantisek Beres und Miriam Beresova aus der Slowakei, über den Vizemeistertitel freuten sich Marc Becker und Nicole Giersbeck aus Maintal (Deutschland) und die Bronzemedaille durften die Finnen Petri und Ulla Jarvinen in Empfang nehmen.
Eine weite große Neuerung für die Veranstaltung war, dass beide WDSF-Flächen alle drei Tage komplett im Live-Stream übertragen wurden. Die Aufzeichnung ist auch im Nachhinein über https://sporteurope.tv/dtv abrufbar. Allerdings gabe es hier leider – wie bei anderen Großturnieren in den letzten Jahren auch – einen Nachahmer, der eine Fake-Facebook Seite aufbaute und damit versuchte, Interessierte auf ein falsches Streaming Angebot zu lenken. Der offizielle Livestream ist am sichersten über die oben genannte Adresse oder über https://www.tanzsport.de/de/sportwelt/tanzsport-tv zu erreichen.
Beim Thema bewegte Bilder ist auch zu erwähnen, dass der Hessische Rundfunk am Sonntag vor Ort war und einen Kurzbeitrag aufgezeichnet hat, der noch am selben Abend ab 19:30 in der Hessenschau gesendet wurde. Die Sendung ist noch einige Tage über die Mediathek des HR aufrufbar (der Beitrag zu Hessen tanzt beginnt etwa bei 0:21:30).
Natürlich war auch eine Reihe von Foto- und Videografen vor Ort, deren Namen und Web-Links auf der Presseite aufgelistet sind.
Im nächsten Jahr findet Hessen tanzt am Pfingstwochenende (17.-19. Mai) und damit ausnahmsweise von Samstag bis Montag statt. Vielleicht ermöglicht das ja noch mehr Tänzern, nach Frankfurt zu kommen und das Event noch größer zu machen, als es jetzt schon war.




